Ruhewald Hennef

Ruhewald Hennef

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Beisetzungen im Ruhewald werden kontrovers diskutiert. Trotz steigender Beisetzungszahlen vernimmt man auch Kritik. Hier erfahren Sie die Gründe.

Grundsätzlich gilt: Waldbestattungen erfolgen in einer natürlichen und erholsamen Umgebung. Die Kosten sind vergleichsweise gering und die Grabpflege entfällt. Insofern verwundert es nicht, dass Waldbestattungen zunehmen. Für viele Menschen ist es „genau das Richtige“. Eine eher unkonventionelle Alternative zur traditionellen Bestattung auf dem Friedhof.

Der Hennefer Ruhewald ermöglicht Waldbeisetzungen seit 2011. Die Zufahrt erfolgt über die Bodelschwinghstraße (Ortsteil Hennef-Geistingen). Das Waldgebiet ist auch als „alter Trimm Dich Pfad“ bekannt. Die Fläche ist verglichen mit dem FriedWald Siegburg-Lohmar sehr viel kleiner. Nachdem derzeit gültigen Konzept werden 12 Urnen an ca. 50 Bäumen beigesetzt werden. Dabei werden die Plätze der Reihe nach vergeben, eine Auswahlmöglichkeit des Platzes durch Angehörige besteht nicht. Es ist auch nicht möglich, bereits zu Lebzeiten einen Platz zu erwerben. Die Namen der Verstorbenen werden nicht am Baum genannt, sondern befinden auf einer Emaille Tafel an einer zentral aufgestellten Stele im Zugangsbereich des Ruhewaldes. Im Zuge der Beisetzung einer Urne kann, i.d.R. für den Ehegatten, eine Reservierung für eine weitere Urne vorgenommen werden. Die Reservierung wird maximal für die Dauer der Ruhezeit (derzeit 25 Jahre) aufrechterhalten und ist für den Antragsteller unverbindlich und kostenlos. Hierdurch ist innerhalb dieses Zeitraumes die Beisetzung eines eng verbundenen Menschen an gleicher Stelle möglich. Die Gebühren für die 2. Beisetzung sind die gleichen, die auch für eine neue Belegung an anderer Stelle im Ruhewald entstehen. Aufgrund des geringen Platzangebotes werden nur Hennefer Bürger beigesetzt. Ausnahmeregelungen hierzu sind sehr eng gefasst.

Als nachteilig werden für den Hennefer Ruhewald von Angehörigen nachfolgende Gegebenheiten beschrieben:

  • Die Grabstelle kann nicht ausgesucht werden.
  • Die Grabstelle kann nicht zu Lebzeiten erworben werden.
  • Die Grabstelle darf nicht individuell geschmückt werden (keine Grablichte, Schalen, Gestecke, Namenstafeln am Baum, etc.).
  • Die Asche darf nur in Urnen beigesetzt werden. Eine Verstreuung erfolgt nicht.
  • Der Ruhewald ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen.
  • Es gibt keine befestigten Wege, sondern nur Trampelpfade. Hierdurch ist der Besuch mit Rollator oder Rollstuhl schwierig bis unmöglich.
  • Es gibt keine weitere Infrastruktur, keine Sitzgelegenheiten, keinen Unterstand und keine Toiletten.
  • Es gibt keine Trauerhalle zur Durchführung einer Beerdigungsfeier zur Beisetzung.
  • Die allgemeine Sauberkeit, Befreiung der Grabplätze von Unrat oder heftigem Unkraut (Springkraut) wird als gering bezeichnet.

Viele dieser Punkte liegen zum Teil in der Natur der Sache begründet: Es handelt sich eben nicht um einen Friedhof, sondern um einen weitestgehend naturbelassenen Waldstück. Wir empfehlen deshalb, sich die besonderen Gegebenheiten vor einer Bestattungsentscheidung vor Augen zu führen.

Zur Durchführung einer Trauerfeier steht unsere eigene Trauerhalle zur Verfügung. Selbstverständlich kann die Zeremonie auch unter freiem Himmel erfolgen. Hier bleibt abzuwägen, inwieweit man sich dem Wetterrisiko aussetzen möchte. Gerne besuchen wir mit Ihnen gemeinsam den Ruhewald und erläutern Ihnen alles Wissenswerte.

Die städtischen Gebühren (unabhängig von den Leistungen des Bestatters) betragen für

  • den Grabplatz:  717,00 €
  • die Grabbereitung (Öffnen und Schließen der Stelle):  470,00 €

Die Kosten für die vereinheitlichte Namenstafel und die Montage betragen 108,55 €

 

Ruhewald Hennef

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